Buchkunst ein Nischenprodukt in der Kunst?

Wer bestimmt eigentlich was Kunst ist, was, wo der Mainstream ist, wer, was gerade Avantgarde ist? Weltweit sind es sehr wenige Galerien, die uns sagen was gerade hipp ist.

Warum lassen wir uns als Buchkünstler in einer Kunstnische platzieren? Sind wir wirklich die Exoten in der Kunst, die teilweise für die Bibliothek oder doch für die Galerie arbeiten? Sind wir nicht zu trennen, nicht abgrenzbar?

Klar, Buchkunst ist mehrgleisig zu betrachten, aber primär ist Buchkunst Kunst und damit nicht dividierbar in Kunst des Mainstreams und in Kunst als Nischenprodukt.

War es nicht vielmehr so, dass gerade die Künstler, wie z.B. der allseits bekannte Vinzent Willem van Gogh, keine Arbeiten für den Mainstream produziert haben, jetzt aber die Zeit überdauert haben?

Unter diesem Gesichtspunkt sollten wir Kunst und in besonderer Weise unsere Buchkunst betrachten. Insoweit wäre dem Sammler anzuraten, gerade in „Sachen Buchkunst“ zu investieren. Denn ähnlich den Aktienmärkten könnte sich hier noch mal eine große Rendite abzeichnen.

Eigentlich sind wir hier aber schon wieder an einem Scheideweg. Bei Kunst und im besonderen Buchkunst sollte das Herz mit kaufen. Nicht der einmal, möglicherweise, zu erzielende Ertrag sollte Motivation für den Erwerb eines Kunstwerkes sein.

Deshalb, - stehen sie als Sammler zu ihren Gefühlen und investieren sie dann für ihre eigene Sammlung, zu ihrer Freude. Wer will schon ein Buch verkaufen, woran sein Herz hängt?

Buchkunst ist Kunst!

Gerd J. Wunderer